Standortbezogenes Förderkonzept

 

Die Förderung von Schülerinnen und Schülern ist ein grundlegender pädagogischer Auftrag der Schule.

 

Durch entsprechende Fördermaßnahmen wird den Schülerinnen und Schülern eine bestmögliche Entwicklung ihrer Leistungspotenziale ermöglicht.

Der Förderunterricht soll Lernversagen und negative Beurteilungen verhindern. Um den optimalen Lernerfolg zu erzielen ist es notwendig, allen Schülerinnen und Schülern eine nach ihren Bedürfnissen entsprechende zielgerichtete Förderung zukommen zu lassen.   Durch offene Lernformen sowie den Einsatz schulstufenübergreifender Lernprogramme  wird eine starke innere Differenzierung auch schon während der Unterrichtszeiten ermöglicht. Individuelle Lernvoraussetzungen werden berücksichtigt, auf Interessen und  Bedürfnisse wird bestmöglich eingegangen.

 

Expliziter Förderunterricht

Der Förderunterricht wird derzeit von der jeweiligen Klassenlehrerin vor allem für Schülerinnen und Schüler mit Lerndefiziten in Deutsch und Mathematik angeboten und unterliegt einer sorgfältigen Planung. Die Förderung orientiert sich am Kind,  findet in Kleingruppen statt und ist deutlich verbunden mit dem Klassenunterricht. Durch das Frühwarnsystem werden auch die Eltern frühzeitig miteinbezogen. Jedem Klassenlehrer steht pro Woche  1 Förderstunde zur Verfügung, die aus organisatorischen Gründen in einer 5.Stunde abgehalten wird. Durch das Angebot von individuellen und differenzierten Fördermaßnahmen sollen Schulversagen oder Klassenwiederholungen verhindert werden. Bei Schülerinnen und Schülern mit sehr schwachen Leistungen werden nur die Kernbereiche (Minimalanforderungen) ausgewählt. Im Förderunterricht wird auch versucht, Kompetenzen wie Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz und Selbstkompetenz  zu stärken.

Bei Bedarf wird der Förderunterricht auch klassenübergreifend und/oder schulstufenübergreifend angeboten.

Besondere Förderung in Deutsch

  • BFÖ: Kinder mit fremder Muttersprache, die noch einer besonderen Förderung in der Unterrichtssprache Deutsch bedürfen, können am „Besonderen Förderunterricht Deutsch“ teilnehmen. Die deutsche Sprache wird auch durch verschiedene Lern- und Rollenspiele sowie gezielte Sprechübungen im Rahmen des Unterrichtes gelernt und gefestigt.
  • „Lesen macht Freude“: Diese unverbindliche Übung wird zur Steigerung der Lesemotivation und Lesekompetenz angeboten.
  • Einsatz von Lesepartnerinnen: Damit auch schwächerer Leserinnen und Leser eine entsprechende Lesegeläufigkeit bekommen, werden sie von erwachsenen Lesebegleiterinnen unterstützt
  • Enge Zusammenarbeit mit der Gemeindebücherei durch regelmäßige Besuche
  • LRS-Betreuung: Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche werden ab der 2. Schulstufe zusätzlich gefördert.

Förderung von begabten Schülerinnen und Schülern

  • Differenziertes Unterrichtsangebot
  • Öffentliche Auftritte (Weihnachtsfeiern, Schulfeste, Theateraufführungen,…)
  • Teilnahme an sportlichen Bezirksveranstaltungen
  • Teilnahme an Schulwettbewerben
  • Möglichkeit der Teilnahme an der vom Bezirk angebotenen Unverbindlichen Übung „Chemische und physikalische Experimente“

Maßnahmen an schulischen Nahtstellen

  •  Kindergarten:
    • Vor der Feststellung der Schulreife werden die Eltern der Schulanfänger zu einem Elternabend (Thema: Mein Kind kommt in die Schule) in die Schule eingeladen.
    • Schülerinnen und Schüler der zweiten Schulstufe besuchen die Kinder im Kindergarten und lesen aus ihren Lieblingsbüchern vor.
    • Den zukünftigen Anfängern wird  ein „Vormittag zum Schnuppern“ in der  Schule angeboten.
  • Hauptschule/AHS:
    • Die Nahtstelle zur Hauptschule bzw. AHS wird durch das Angebot der Schullaufbahnberatung transparent gemacht.
    • Die Schülerinnen und Schüler werden zu „Schnupperstunden“ in die Hauptschule/Neue Mittelschule eingeladen.
    • Gespräche zwischen den LehrerInnen der Volks- und Hauptschule/Neue Mittelschule geben die Möglichkeit sich auszutauschen sowie auf bestimmte Probleme aufmerksam zu machen.

Soziales Lernen:

Vorwiegend in den Sachunterrichtsstunden werden soziale Kompetenzen erarbeitet, die in allen Unterrichtsgegenständen ihre Anwendung finden.  Die Förderung der Persönlichkeitsbildung erfolgt zum Großteil im Rahmen der Klassengemeinschaft. Klare Verhaltensregeln unter besonderer Beachtung der Umgangsformen und einer höflichen Gesprächskultur werden gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern  erstellt, auf die Einhaltung wird geachtet. Es wird geübt, jeden Mitmenschen zu achten, Rücksicht zu nehmen, gemeinsam zu lernen und sich gegenseitig zu helfen. Lernberatung erfolgt vorwiegend durch die Klassenlehrerin/den Klassenlehrer sowie gegebenenfalls auch durch die Beratungslehrerin oder den Schulpsychologen. Auf das altbewährte Helfersystem – leistungsstarke Kinder helfen schwächeren – wird großer Wert gelegt.